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Podiumsdiskussion mit der Kinderschutzbeauftragten Petra Ladenburger

In ihrem Impulsvortrag erläuterte Frau Ladenburger ihre Aufgabe und Rolle als von der Politik und Verwaltung unabhängigen Kinderschützerin, sie bezeichnete sich in ihrem Vortrag selbst als “Lobbyistin für Kinder und Jugendliche. Fünf Aufgabenschwerpunkte benannte sie für Ihre Arbeit: effektive und strukturelle Hilfe bei Problemen im Kinderschutz; Netzwerken und Verbinden von unterschiedlichen Akteuren des Kinderschutzes und zwar handlungsfeldübergreifend; Bedarfe des Kinderschutzes an die Politik übermitteln; die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf allen gesellschaftlichen Ebenen; schließlich die Erwachsenenbetreuung, indem sie Menschen, die als Kinder schlechte Erfahrungen gemacht haben, eine Stimme geben möchte.

Die Kinderschutzbeauftragte des Landes NRW Ladenburger bei ihrem Impulsvortrag

Kinderarmut, Wohnungsnot und überfordernde Lebenshaltungskosten sind für Frau Ladenburger ebenso zentrale Themen im Hinblick auf Gefährdungslagen von Kindern. Bei der Prävention möchte sie über bisherigen Schutzstrukturen hinaus, wie z.B. den bewährten und nun schon etablierten Hilfs- und Schutzkonzepten, niederschwellige Angebote vor allen in den Sozialraum in den Fokus rücken. Schließlich möchte sie auch den schützenden Blick auf Jugendliche und ihre oft ebenfalls schwierige Lebnssituationen erweitern. Zitat eines Jugendliche aus einer ihrer Begegnungen: “Wir sind Eure Zukunft, aber wir leben jetzt”.

Herr Bücker, Vorsitzender des Kinderschutzbundes und Moderator, die Kinderschutzbeauftragte Petra Ladenburger, Moritz Hetz von der AWO, Olaf Pütz, Koordinator des Netzwerkes Kinderschutz und Dr. Jan-Ulrich Schlump, Chefarzt der Kinderklinik St. Clemens

In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert vom Vorsitzenden des Kinderschutzbundes Marc Bücker, wurden von den eingeladenen Experten Dr. Schlump, Chefarzt der Kinderklinkik St. Clemens, Moritz Hetz von den Familiengrundschulzentren der AWO und von Herrn Pütz, Koordinator des Netzwerkes Kinderschutz, gravierende Kinderschutzprobleme in Oberhausen vorgetragen und Lösungansätze mit Frau Ladenburger diskutiert: Kinderarmut in Oberhausen; zugang von Kinder zu Bildungs- und Teihabenagebote, den Ausbau einer Kinderambulanz über das bisherige medizinische Angebot der EKO-Klinik hinaus und vieles mehr.

Der Kinderschutzbund in Oberhausen begrüßt es sehr, dass sich die Landesregierung mit der Berufung von Frau Ladenburger als Kindersschutzbeauftragte das Ziel gesetzt hat, Kinder in ganz NRW besonders zu schützen und zu unterstützen und bedankte sich bei Frau Ladenburger mit einem Buchgeschenk der Stadt und einem Blumenstrauß.

Her Bücker dankte auch der Diakonie Oberhausen für die Bereitstellung des Tagungsraumes und für die gute technische Organisation des Tagesablaufes im Haus für junge Menschen an der Marktstraße.

 
Marc Bücker